gerngesund Magazin

Eins, zwei, Brei!

Die erste Beikost fürs Baby

Besonders in den ersten Lebensmonaten eines Kindes ist die Mutter sein Ein und Alles, denn sie gibt ihm alles, was es braucht: Nähe, Geborgenheit und Muttermilch. Mit zunehmendem Alter reicht dies allein jedoch nicht mehr aus und ein neues Abenteuer steht ins Haus: die Beikost. Denn um sich weiterzuentwickeln, benötigt das Baby ordentlich Energie und bestimmte Nährstoffe. Nahrung – zunächst in pürierter Form – sorgt dann für den optimalen Ausgleich. Ob mit viel Liebe selbst gemacht oder vom Babykosthersteller des Vertrauens: Es gilt, verschiedene Faktoren zu beachten. Unsere AOK-Ernährungsexpertin erklärt, ab wann Babys bereit für die Beikost sind und welche Brei-Arten wann empfohlen werden.

Bereit für den Brei

Ganz klar: Jedes Baby entwickelt sich anders. Das muss auch bei der Beikost beachtet werden. Der erste Kontakt mit dem Brei hängt deshalb von verschiedenen motorischen und körperlichen Voraussetzungen ab: von den Wachstumsphasen (z. B. dem Zahnen), den Entwicklungsschritten (z. B. der Kopfhaltung) und vom allgemeinen Wohlbefinden des Säuglings. Die Faustregel besagt aber, dass die Beikost frühestens mit Beginn des 5. Lebensmonats und spätestens mit Beginn des 7. Monats begonnen werden sollte.

Auch die Bereitschaft der Eltern, sich bewusst auf die neue Essensphase einzulassen, ist in diesem Zeitabschnitt sehr wichtig. Klappt das Stillen vielleicht gerade nach langen Problemphasen endlich richtig gut? Hat man Lust, sich in der Küche auszutoben und selbst zu kochen oder kauft man aus Zeitgründen doch eher Gläschen? Wie soll die gemeinsame Familienkost generell gestaltet werden? Das sind wichtige Fragen, mit denen sich junge Eltern in dieser Zeit beschäftigen.

Brei nach Baukasten

Aller Anfang ist manchmal schwer, auch die Umstellung von Milch auf Brei. Damit es zumindest in der Vorbereitung so einfach wie möglich ist, gibt es einen empfohlenen „Breifahrplan“. Er entspricht einem einfachen Baukastenprinzip und setzt sich aus drei verschiedenen Breien zusammen. Monatlich wird nach und nach immer eine Muttermilch-Mahlzeit durch einen Brei ersetzt. Das schrittweise Einführen der Breie passt sich an die Entwicklung der Verdauungsorgane an und entspricht dem ernährungsphysiologischen Bedarf des Kindes.

Das „Abenteuer Brei“ hat seine Premiere mit püriertem Gemüse (z. B. Karottenmus) – am besten, bevor der große Mittagshunger kommt. Klappt das gut und akzeptiert das Kind die neue Kost und den Löffel, gibt man laut empfohlenem Rezept Kartoffeln und etwas Öl dazu. Danach folgen Fleisch und etwas Fruchtsaft – der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ist nun komplett. Mündchen auf und schmecken lassen!

In den nächsten Tagen kann man die Gemüsesorten variieren, um herauszufinden, welches Gemüse am besten schmeckt. Wichtig: Gewürze wie Salz und Co werden nicht verwendet! Denn die Beikost ermöglicht dem Kind eine gute Geschmacksentwicklung. Zu den anderen Mahlzeiten bekommt das Kind im ersten Monat weiterhin die heißgeliebte Muttermilch.

Als nächster Brei folgt einen Monat später der Milch-Getreide-Brei am Abend. Wiederum einen Monat später ersetzt der Getreide-Obst-Brei die Milchmahlzeit am Nachmittag. Beide Breie sind einfach zusammengesetzt und lassen sich – auch wenn es mal wieder schnell gehen muss – einfach und in kurzer Zeit selbst zubereiten. Elternliebe geht eben auch durch den Magen!

In unserem AOK-Kurs „Gesund und lecker – was Babys gerne essen!“ zeigen wir vor Ort einfache Rezepte sowie Umsetzungstipps zur Breizubereitung und liefern viele weitere Informationen zum Thema Ernährung im 1. Lebensjahr. Mehr Infos gibt es außerdem im Netz unter www.gesund-ins-leben.de oder in der Eltern-App „Baby und Essen“ vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Lust auf direkte Inspiration? Mit unseren leckeren Rezepten für Babybrei macht das Löffeln noch mehr Spaß.

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