gerngesund Magazin

Deine gesunde Ernährung

Ja, Sie müssen sich jetzt entscheiden!

Die Festtage sind vorbei. Die Hüfte spannt etwas. Sie haben das Gefühl, eine Woche lang nur gegessen und sich kaum bewegt zu haben? Dann ist es Zeit, die Entscheidung zu treffen, was Sie ab Januar für Ihren Körper tun möchten.

2 aus 800

Stellen Sie sich vor, vor Ihnen liegt ein Katalog mit 800 hochwertigen Kursen und Sie dürfen sich zwei davon kostenfrei aussuchen. Welchen würden Sie wählen: Pilates, Vegetarische Küche, Rauchfrei in nur 3 Schritten oder doch einen Rückenkurs?

Die Kurse finden in Ihrer Nähe in Rheinland-Pfalz oder im Saarland statt. Sie werden von qualifizierten Trainern geleitet und Sie treffen dort viele Gleichgesinnte. Was hält Sie jetzt noch davon ab, sich anzumelden?
Reservierungen sind ab sofort möglich.

Vielleicht soll es ein spezieller Kurs sein?

Sie haben in unserem „Katalog“ nicht den richtigen Kurs gefunden? Dann bieten wir Ihnen an, uns an den Kosten eines anderen Anbieters zu beteiligen. Im Sinne Ihrer Gesundheit benötigt der Kurs das Qualitätssiegel „Deutscher Standard Prävention“. Wir erstatten Ihnen pro Jahr die Kursgebühren für zwei Präventionskurse zu 100 Prozent – bis zu 200 Euro pro Kalenderjahr. 

Die ultimative Formel zum Abnehmen

Wie gut waren Sie in Mathe? Dann rechnen Sie mal mit. Die Formel ist weder binomisch noch galaktisch, sondern kaufmännisch: Ihr Körper verbraucht heute eine Energie von 2.500 Kalorien, Sie nehmen aber 3.400 Kalorien zu sich. Wie viele bleiben übrig? Und was macht Ihr Körper mit dem 900-Kalorien-Überschuss? Er speichert ihn in Form von Fett. Die Hüfte lässt grüßen. Wenn Sie aber heute Abend noch eine Runde drehen und 1.200 Kalorien wegwalken, was passiert dann? Ihr Körper holt 300 Kalorien aus dem Fett-Depot und schwupps fühlen Sie sich besser. Egal, wie Sie sich ernähren, diese Grundformel greift immer.

Übrigens: 1 kg Fett besteht aus 7.000 Kalorien.

Welche Diät ist die Beste?

Die Antwort: Keine! Vergessen Sie es! Diäten sind immer zeitlich begrenzt. Alles, was Sie nur für eine bestimmte Zeit machen, geht schief. Setzen Sie sich bewusst mit Ihrer Ernährung und Ihren Lebensgewohnheiten auseinander. Das ist der Schlüssel zum Erfolg: Sich Gedanken zu machen, wie viel und vor allem was Sie essen. Nur wenn Sie Ihre Gewohnheiten auf Dauer verändern, können Sie etwas erreichen und den Bumerang vermeiden. Alles ist Kopfsache! Wenn Sie dennoch überlegen, einen genauen Diäten-Check finden Sie hier: Diäten im Check

Caroline Dietze, eine der Ernährungsexpertinnen der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, empfiehlt:
„Wer sich selbst austricksen will, putzt nach dem Abendessen direkt die Zähne. Die Hürde, anschließend nochmal etwas zu naschen, wird viel höher. Einfach mal ausprobieren.
Wer beim gemütlichen Teil des Tages trotzdem naschen will, bereitet sich Gemüsesticks mit einem leckeren Dipp vor. Da kann man so viel essen wie man will und nimmt nicht zu. Die Rezepte dazu gibt´s in unseren Kursen: Gesundheitskurse

Bei wie vielen Erkrankungen spielt die Ernährung eine Rolle?

Das kann man kaum zählen. Übergewicht beeinflusst zahlreiche Krankheiten. Von Herz-/Kreislauferkrankungen bis hin zu Augenerkrankungen. Diabetes mellitus ist in Deutschland seit langem eine Volkskrankheit. Jeder Zwölfte ist vom Diabetes Typ 2 betroffen. Allergien, Nahrungsunverträglichkeiten, Neurodermitis usw. werden unmittelbar durch die Ernährung beeinflusst. 

Was kann man tun, wenn man doch erkrankt?

Die AOK-Ernährungsexperten beraten jedes Jahr mehrere hundert AOK-versicherte Patienten ganz individuell und gezielt. Sie helfen bei einer der genannten Krankheiten die ärztliche Therapie zu unterstützen und die Lebensqualität zu verbessern. Diese nachhaltige Betreuung ist für AOK-Versicherte kostenfrei. In den Kursen der AOK erfährt man alles Wichtige über eine ausgewogene Ernährung und wie man dadurch den Darm schonen kann.

Apropos Darm: Schon mal gespiegelt?

Normalerweise zahlen die Krankenkassen ab 50 bzw. 55 Jahren eine Darmspiegelung. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland unterstützt ihre Versicherten bereits ab 40 Jahren. Für den immunologischen Stuhltest erstattet die AOK im Alter von 40 bis 49 alle zwei Jahre bis zu 50 Euro. An einer zusätzlichen Darmspiegelung beteiligt sich die AOK im Alter von 45 bis 54 Jahren einmalig mit 100 Euro. Erstattet werden jeweils 80 Prozent des Rechnungsbetrages.

750 Bücher sagen alle das gleiche: Essen Sie weniger Zucker

Geben Sie beim Amazon-Bücher das Stichwort „Zucker“ ein. Über 75 Seiten werden dazu angezeigt, das sind viele hundert Bücher, die sich mit dem Thema Zuckerkonsum beschäftigen. Und die Quintessenz: 

1. Wir alle konsumieren viel mehr Zucker als uns guttut.
2. Man kann mit weniger Zucker bestens leben.
3. Es muss keine völlige Abstinenz sein, sondern einfach nur Reduktion.

Andrea Schweizer-Waser, AOK-Ernährungsexpertin
„Durchschnittlich 30 Stück Würfelzucker isst ein Mensch in Deutschland pro Tag. Natürlich nicht „pur", sondern als Bestandteil der täglichen Nahrung. Das sind etwa 90 Gramm am Tag – deutlich mehr als die von Fachleuten maximal empfohlenen 50 Gramm für Erwachsene und 25 Gramm für Kinder. Schauen Sie vor dem Kauf von Lebensmitteln auf die Nährwertangaben. Bei vielen Produkten essen oder trinken Sie mit einer Ration den gesamten Zuckerbedarf für den ganzen Tag.“

Essen bei der Arbeit

Keine Diskussion: In manchen Situationen im Betrieb muss ein Schokoriegel her. Entweder um die Konzentration zu erhöhen oder die Nerven zu beruhigen. Aber auch im Büro, in der Werkstatt oder in der Uni können Sie eine Menge für eine ausgewogene Ernährung tun.

Unsere 5 Tipps für Sie:

Wie oft kauen Sie ein Stück Fleisch?

Schon mal mitgezählt? Den Geschmack eines Essens können Sie nur genießen, so lange es sich im Mund befindet. Außerdem bedanken sich Magen und Darm mit lautem Applaus, wenn die Speisen so klein wie möglich vorgemahlen in den Verdauungstrakt gelangen. Ein Stück Fleisch liegt dann nur ein paar Stunden im Darm statt mehrerer Tage. Das macht das Leben bekömmlicher. Der Vorsatz für 2020 lautet: Länger kauen, langsamer essen. Das steigert den Genuss und das Sättigungsgefühl kommt viel früher.

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