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Den Schweinehund besiegen

So wirkt Sport auf Körper und Seele

Auch wenn dabei manchmal Rekordzeiten erzielt werden – Serienmarathon und Chipstütenvernichtung zählen nicht als Sport. Klar, das macht nach einer langen Arbeitswoche mehr Spaß, als im Fitnessstudio zu schwitzen. In die Röhre schaut dabei aber leider auch die Gesundheit. Und die ist nun wirklich nicht zu vernachlässigen. Denn laut aktuellen Forschungsergebnissen ist regelmäßige Bewegung nicht nur die beste Prävention gegen Krankheiten, sie hilft sogar besser als das eine oder andere Medikament. Also dem Schweinehund den Maulkorb aufgesetzt und Sportschuhe angezogen. Schon 20 Minuten reichen aus, um sich besser zu fühlen. Versprochen! 

Noch mehr Motivation gefällig? Vorhang auf für Fakten, die zeigen, warum Sport die beste Medizin ist. 

Herzbeben

Nicht nur die Liebe, sondern auch der Sport bringt den Kreislauf in Wallung und den Puls zum Steigen. Die Durchblutung legt einen Zahn zu und der Körper wird mit noch mehr Sauerstoff versorgt. Das lässt das Herz höherschlagen – es arbeitet stabiler und die Gefahr eines Herzinfarktes sinkt.

Glücksgefühle

Das gute Gefühl, das sich nach dem Sport einstellt, kommt nicht von ungefähr. Denn körperliche Aktivitäten kurbeln die Produktion von Glückshormonen an. Quasi wie Schokolade, nur viel gesünder! Durch die erhöhte Durchblutung entspannt außerdem unser Nervensystem. Stresshormone werden abgebaut, die Konzentration wird geschärft und wir schlafen wieder wie ein Baby.   

Raus aus den Gedankenspiralen: Sport lenkt ab und wirkt wie ein natürliches Antidepressivum, Glückshormonen sei Dank. Durch die Ausschüttung des Botenstoffes BDNF entstehen außerdem neuronale Verbindungen. Positives Denken wird wieder leichter.

Pfirsichhaut zum Mitnehmen bitte

Tausend verschiedene Kosmetikmittelchen im Haus und nichts wirkt so richtig? Wer ein reines, gesundes Hautbild möchte, sollte sich häufiger bewegen. Denn das regt die Selbstheilungskraft des fünften Sinnesorgans an.

Lust auf mehr Lust?

Auch hierbei kann Sport das Mittelchen der Wahl sein. Bewegung wirkt sich positiv auf die Geschlechtsorgane aus und kann deshalb die eigene Sexualität erhalten und verbessern.

Nervennahrung

Sport ist der natürlichste Energydrink der Welt. Denn durch die angekurbelte Durchblutung gelangt mehr Sauerstoff in unser Gehirn. Das macht nicht nur wach und erhöht die geistige Leistung, sondern hilft auch, sich wieder besser zu fokussieren.

Bombenabwehr

Wer fleißig Sport macht, wird seltener krank. Jackpot! Denn Bewegung steigert die Produktion von Antikörpern. Außerdem werden die Abwehrkräfte fleißig gestärkt.

Einatmen, ausatmen

Außer Puste? Je höher die Anstrengung, desto einfacher wird das Training von Mal zu Mal. Denn Bewegung vergrößert das Atemvolumen, erhöht die Atemfrequenz und trainiert so mühelos Lunge und Atemmuskeln.

Druck ablassen

„Komm mal runter“ ist leichter gesagt als getan. Von 380 auf 120, da hilft nur ein Workout. Denn Bewegung mindert nicht nur die Entstehung von Bluthochdruck, sondern kann diesen auch senken. 

Laufen gehen anstatt zu Snacks zu greifen macht im Übrigen auch bei Diabetes Sinn. Denn je mehr wir uns bewegen, desto mehr Energie und somit Glukose benötigen unsere Muskeln. Da sie dann auf die körpereigenen Reserven zurückgreifen müssen, sinkt der Blutzuckerspiegel. 

Dicke Muckis

Spinat schmeckt zwar nicht jedem – für Muskeln wie Popeye hilft regelmäßiger Sport aber sowieso besser. Und auch die Gelenke werden belastbarer, je häufiger sie benutzt werden. 

Speck weg …

… dank Sport. Der klassische Grund für Bewegung hat seine Berechtigung. Nicht nur das Körpergewicht, sondern auch das um die Organe liegende entzündungsfördernde Fett wird durch regelmäßiges Training reduziert. 

Ballast abwerfen

Je schneller man sie los wird, desto besser. Nein die Rede ist nicht von den Schwiegereltern, sondern von Abfallprodukten, die bei der Verdauung entstehen. Sport kann hierbei unterstützen. Denn er kurbelt den Stoffwechsel an und sorgt für eine schnelle Ausscheidung. 

Schon gewusst? Es gibt nicht nur gutes, sondern auch schlechtes Cholesterin. Bewegung senkt das schlechte LDL-Cholesterin und hebt das gute HDL-Cholesterin. Eine fettarme Ernährung ohne Butter oder Ei ist bei einem erhöhten Cholesterinspiegel die halbe Miete, kann aber bei regelmäßigem Sport zum Teil sogar vernachlässigt werden.

Müde Knochen ade

Regelmäßig Sport treiben ist manchmal im wahrsten Sinne des Wortes ein echter Knochenjob. Denn Bewegung regt den Stoffwechsel in den Knochen an. Sie werden belastbarer, dichter und elastischer. So lässt sich auch Osteoporose vorbeugen.

Gute Gene

Ständig krank? Gründe dafür liegen möglicherweise auch im Erbgut. Langfristig gesehen können Veranlagungen für Krankheiten durch Sport jedoch verringert werden. Denn regelmäßige Bewegung kann Gene positiv modifizieren.

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